Pressezitate
Art of a Duo - Favorite Songs
»Eine
schöne wie schlüssig arrangierte Gitarre, relaxter Gesang,
cool fließende Trompetenlinien - die beiden Musiker schaffen
eine angenehme, swingende Atmosphäre ohne HiSpeed-Solismus
beweisen zu müssen oder Joe & Ella- bzw. Tuck & Patti-Klischees
zu strapazieren; ein eigenständiger Beitrag zu „The
Art of a Duo“ also.«
(Gitarre & Bass, August 1998)
»Gitarrist
Frank Haunschild und Sänger/Trompeter Norbert Gottschalk
wählen ganz bewusst die reduzierte Form des Duos, um mit
einem intimen Album von hoher gestalterischer Kraft den Jazzmarkt
zu überrumpeln. Gottschalks wandlungsfähige Stimme und
Haunschilds schlank-relaxtes Fingerpicking produzieren eine kaum
für möglich gehaltene, erfrischend unverschnulzte Emotionalität,
die den Trendsetter „Schmusejazz“ als billigen Bauernfängertrick
überführt. Manche der wirklich gelungenen Covers wie
Pat Methenys „Always and Forever“, Mingus´ „Goodbye
Porkpie Hat“ oder gar Claptons „Tears in Heaven“
klangen nie zuvor intensiver, anregender. Starke Leistung!«
(jazzthing, September 1998)
»Wenn
zwei so erfahrene Jazzmusiker wie Norbert Gottschalk und Frank
Haunschild ihre „Lieblingslieder“ im Duo aufnehmen,
dann klingt das nach jeder Menge Spaß. Und genau der stellt
sich beim Hören dieser kleinen Liedersammlung ein. Hier geht’s
eindeutig um Musik und nicht um übertriebenen Perfektionismus.
Gut, daß Jazz noch so sanft und schön klingen darf.
Auf meinem Lieblingstrack DOWN zeigt Gottschalk sein virtuoses
Können auf der Trompete, begleitet von herrlichen Walking-Linien
der Gitarre, die schließlich in ein treffsicheres „a
capella“ Solo münden, welches trotz minimalistisch
reduzierter Linienführung die Akkord-Voicings noch zusammenhält.
Einfach schön.«
(Fachblatt Musik Magazin, November 1998)
»Mit
dem Titel der CD „Art of a Duo - Favorite Songs“ ist
bereits bestens umrissen, was den Hörer erwartet: die kunst-
und geschmackvolle, kammermusikalische Präsentation einer
wohldurchdachten Auswahl von Jazz- und Popsongs. Der Zugang des
Duos bleibt, auch im Falle der Popstücke, jazzgeprägt.
Haunschilds Gitarrensoli und Gottschalks ideenreiche Scat-Improvisationen
bescheren der CD einige ihrer lebendigsten Momente. Timing und
Handwerk der beiden Musiker sind tadellos, die Aufnahmequalität
der CD hervorragend.«
(General-Anzeiger, November 1998)
»Zu
den schwierigsten Herausforderungen für Jazzmusiker zählt
das Improvisieren im Duo. Norbert Gottschalk und Frank Haunschild
stellten sich dieser Aufgabe. Auf den aufgeschlossenen Zuhörer
wartet eine reizvoll-besinnliche kammermusikalische Vorstellung,
bei der vor allem Gitarrist Haunschild mit großer Flexibilität
und Virtuosität überzeugt.«
(Audio, November 1998)
»Zwei
Ausnahmemusiker, der Vokalist und Trompeter Norbert Gottschalk
und der Gitarrist Frank Haunschild, geben sich alles, nehmen sich
nichts. Beide erklingen bei den 13 Standards hochinspiriert, gewähren
der Improvisation über „Changes“ größten
Raum. Viel Scatgesang und sechssaitige, einfallsreiche Begleitung
lassen die über 60 Minuten wie im Fluge vergehen. Eine feine
Studie für Scatsänger und Gitarristen.«
(Jazzpodium, Dezember 1998)
»Eine
Jazzstimme und eine Gitarre - kann das etwas hergeben? Es kann.
Sänger Norbert Gottschalk und Gitarrist Frank Haunschild
haben ihre Lieblingssongs zusammengestellt und eine intime, delikate
Platte daraus gemacht. Gottschalk singt, überwiegend in höherer
Lage, mit Musikalität, Wärme und punktgenauer Intonation
und nimmt durch völlige Entspanntheit für sich ein.
Woher seine Sicherheit kommt, zeigt sich, wenn er auch zur Trompete
greift oder pfeift: ein Könner. Dass die Reize des unwiderstehlichen
„All Blues“ immer noch nicht ausgelotet sind, beweist
Gottschalk mit seiner stimmigen Duo-Fassung. Damit erweist er
sich als wichtiger deutscher Jazzsänger.«
(Amadeo, Herbst/Winter 1998)
»Ein
echtes Highlight hat der Autor und Jazzgitarrist Frank Haunschild
unlängst im Duo mit dem Sänger Norbert Gottschalk aufgenommen.
Nicht nur virtuos, sondern ebenso entspannt und einfühlsam
interpretieren auf „The Art of a Duo“ bekannte klassische
Jazztitel. Haunschild ist ein perfekter Begleiter und versierter
Solist, seine Gitarrensounds sind darüber hinaus schlichtweg
großartig - und Vokalist Norbert Gottschalk singt auf eine
unangestrengt natürliche Weise, daß es eine Freude
ist, diese Platte von der ersten bis zur letzten Note zu genießen.«
(Akustik-Gitarre, Oktober 1998)
»This
is really a duo that works as one. Norbert Gottschalk sings and
plays occasional trumpet while Frank Haunschild plays guitar and
they sound great together. Gottschalk has a strong tenor voice
that he uses well while Haunschild plays acoustic and electric
guitars with imagination. They do mostly jazz standards with a
few pop tunes thrown in. „All Blues“ swings like mad
with Gottschalk doing guttural scat in the best Hendricks/McFerrin
style, „Down“ is a simple Miles Davis bop riff where
Gottschalk blows tight muted trumpet and „Porkpie Hat“
has very soulful guitar under Gottschalk´s whispering of
Joni Mitchell´s lyrics. Most of this is subtle, uplifting
and sounds really good.«
(Cadence, USA, Dezember 1998)

Pressezitate
Getting Closer
Wieder
mal ist es Acoustic Music Records gelungen, ein kleines Schätzchen
zu produzieren. Die CD des Vibraphonisten Tom van der Geld und
des Gitarristen Frank Haunschild zeigt einmal mehr die Qualität
deutscher Jazzmusik, die hier in ihrer ruhigen Form präsentiert
wird. Gut aufeinander eingespielt gelingt es den beiden, Spannung
auch in altbekannte Stücke wie „Nardis“ von Miles
Davis zu bringen. Und das, obwohl hier zwei eher leise Instrumente
aufeinander treffen – ausgezeichnet.
(Neue Westfälische Zeitung, 23.09.1999)
Es sind die Zufälle, denen die Musik zuweilen ihre Sternstunden
verdankt. Frank Haunschild und Tom van der Geld trafen sich 1989
bei einem Konzert der „American All Stars“. Daraus
erwuchs eine langjährige Zusammenarbeit als Duo mit Gitarre
und Vibra-/Marimbaphon, die nun von einer CD gekrönt wird.
„Getting Closer“ bietet drei Eigenkompositionen der
beiden Künstler, eine exquisitive Version von Dave Brubecks
„In Your Own Sweer Way“ und eine völlig entspannte
Miles-Davis-Interpretation: „Nardis“ ist der Höhepunkt
einer traumhaft schönen Jazz-CD.
(OWL am Sonntag, 26.09.1999)
Sie
lernten sich 1989 kennen und haben sich hier neben drei eigenen
Stücken etwa Miles Davis „Nardis“, Dave Brubeck
„In Your Own Sweet Way“ oder Kenny Wheeler „Everybody´s
Song But My Own“ vorgenommen, um ganz unaufgeregt ihre Handschrift
zu hinterlassen. In den berühnmten Bonner Hansahaus-Studios
teilweise im Overdub-Verfahren aufgezeichnet, klingt diese Scheibe
sehr melodisch, mit einer sensiblen Dialektik als Basis. Fast
zu schade, dass der Sommer nun vorüber ist, doch buntes,
fallendes Herbstlaub lässt sich zu diesen eingängigen,
doch hochmusikalischen Klängen wohl auch gut beobachten.
(Mainzer Rhein Zeitung, September 1999)
Frank Haunschild (elektrische und akustische Gitarre) und Tom
van der Geld (Vibraphon und Marimba) liefern sich auf „Getting
Closer“ (54:13) superbe Dialoge. Da will keiner das letzte
Wort haben. Vielmehr lauschen die beiden feinnervig auf das, was
der andere zu sagen hat. Und sie reagieren aufeinander. Sensibel,
aber auch energiegeladen.
(Wiesbadener Tagblatt, 14.10.1999)
Es ist ein Debütalbum – obgleich die beiden Musiker
wahrlich keine Unbekannten im Genre sind. Bislang war aber dieses
ungewöhnliche Duo aus dem Gitarristen Frank Haunschild und
Tom van der Geld an Vibra- und Marimbaphon ausschliesslich live
zu erleben. Die neue Scheibe unterstreicht eindrucksvoll die Spitzenklasse
des Duos und überzeugt durch Homogenität ebenso wie
durch melodisch raffinierte Arrangements. Dieses erste Album der
Spitzenmusiker hat das Zeug dazu, eines der Jazz Alben des Jahres
1999 schlechthin zu werden.
(Lahn-Dill-Zeitung,
Oktober 1999)
Mit „laid back“ lässt sich das charakterisieren,
was die beiden Jazzer zu bieten haben. Melodische Jazzwalzer wechseln
sich ab mit modalen Klängen und ruhigen Balladen. Alles klingt
rund und in sich ruhend; so bietet die CD anspruchsvolle Musik
zum Entspannen.
(Die Rheinpfalz, 20.10.1999)
Live waren sie zusammen schon hie und da zu erleben. Dass die
beiden nun eine pure Duo-CD vorlegen, dürfte für Hör-
und Gesprächsstoff sorgen. Ein deutsch-amerikanisches Zwiegespräch
für Gitarre und Vibraphon, ohne einen Hauch von Firlefanz,
ohne Gimmicks, dafür mit viel Mut, eine Albumlänge ganz
auf Balladen zu setzen – eine Lektion in Sensibilität
und bestem Rapport zwischen Frank Haunschild und Tom van der Geld.
Und vom Start weg ist klar: Da stimmt die Chemie, da stimmt der
Stil. Hier hat es keiner nötig „draufzuhauen“,
aufzutrumpfen oder zu übertrumpfen: Weitab von aller Egotrip-Brillanz
wird dem zeitlos modernen Kammerjazz gehuldigt, mit überzeugend
Eigenem und allerlei sich geradezu anbietendem Material aus dem
Songbook der klassischen und der Post-Moderne, Wheeler, Alexander
Sputh gar, John Taylor, aber auch mit Miles‘ “Nardis“.
Und wer das kennt, der kann diesen Titel auch zur Messlatte für
diese Platte machen – und die wird dabei sehr weit in die
Höhe rutschen.
(Akustik
Gitarre u. Jazzpodium, November 1999)
Die gemeinsame Klang-Aktion scheint viel mit der Arbeitsweise
eines Malers zu tun zu haben: Während Haunschilds Gitarrenspiel
für die zeichnerischen Konturen sorgt, füllt van der
Geld die so skizzierten Räume mit Tausenden von warm leuchtenden
Farben aus. Und wie eine barocke Fantasie, so verliert sich die
Melodie immer wieder in der freien Improvisation, um danach umso
harmonischer und schöner wiederzukehren. Auch die Kompositionen
der beiden Künstler nähren die Lust an der feinen Melancholie:
Diese CD ist von der raren Art, die ihren Hörer glücklich
macht.
(Aachener
Nachrichten, 22.10.1999)
Sobald bei dem Label aus Osnabrück einmal nicht die akustische
Gitarre im Vordergrund steht, nimmt auffällig oft das Vibraphon
seine Stelle ein. Auch die beiden profitieren von dem berückendem
Zusammenspiel zwischen den samtweichen Tönen des einen und
den prägnanten Tönen des anderen Instruments, wobei
Frank Haunschild die Verwandtschaft der beiden Klangkörper
durch die wenig verstärkte Gitarre unterstrichen hat. Das
ist über weite Strecken Kammerjazz – behutsam und virtuos,
aber mit feinen Melodielinien.
(Oldie-Markt,
Dezember 1999)
Welch ein „Dialog“ zwischen Jazzgitarre und Vibraphon!
Haunschild und van der Geld sind Meister an diesen Instrumenten.
Man merkt jeder Phase dieses Albums an, mit welcher Lust und Spielfreude
sie die Session absolvierten. Diese Spielfreude und Subtilität
springt sofort auf den Zuhörer über.
(Quirini´s Mediendienst, Dezember 1999)
Locker und leicht folgen die Harmonien aufeinander, die oft schwierigen
Arrangements lassen genug Platz für beide. Es knistert ganz
ordentlich, machen Stücke kochen sogar, auch wenn der Tenor
doch auf „laid back“ liegt. So entsteht eine intensive
und delikate Konversation der beiden, ganz entspannt und unangestrengt.
Die beiden beherrschen eines der wesentlichsten Dinge der menschlichen
Interaktion: Zuhören und auf den anderen eingehen!
(Concerto, Dezember 1999)
Haunschild und van der Geld waren so etwas wie ein Zweigestirn
am Jazzhimmel, über das so manche begeisterte Erzählung
im Umlauf war. Mehr nicht, denn was bisher nur live zu genießen
war, ist nun erst auf CD gebannt. Endlich, denn die beiden stecken
schon seit 1989 zusammen, als sie sich bei einem von Jiggs Whigham
iniziierten Projekt namens „American All Stars“ begegneten.
Haunschild (Gitarre) und van der Geld (Vibraphon und Marimba)
pflegen einen Jazz der leisen Gangart. Alles herrlich unaufgeregt,
entspanntes Zurücklehnen ist angesagt, und lauschen, nur
lauschen.
(Kultimativ, Dezember 1999)
Jazz played on guitar and vibes. It’s a hard combination
to beat. Haunschild and van der Geld have been performing in Europe
together for some time, but this is the first time they’ve
recorded togeher. The setting is strictly duo, creating an easy
sound that is complex, soothing, and pulsing all at once. The
selection of tunes fits the context very nicely, mixing pieces
by Miles Davis, Kenny Wheeler, John Lewis, Dave Brubeck, and others,
with originals. Their rich take on Brubeck’s “In Your
Own Sweet Way” stretches out for almost seven minutes. This
recording is going to stay near my CD player for those
late afternoons of waning autumn and winter light.
(Guitarist, November/Dezember 1999)

Pressezitate
Bridges
Acoustic
Music 319.1252.242
Nach den „Favorite Songs" von 1998 zelebrieren der
Sänger Norbert Gottschalk und der Gitarrist Frank Haunschild
ihre Auffassung der Kunst des Duos nun auf „Bridges".
In seelenverwandter Sensibilität für swingendes Miteinander
weben sie ihre Brücken in weich schwebenden Bögen und
eleganter Transparenz auf einander zu. In stimmungsvollen Klangbildern
kommt Entspannung pur aus den Boxen bei Joey Calderazzos „Midnight
voyage", James Taylors „Another day", Antonio
Carlos Jobims „One note samba" oder Eigenem wie dem
„Folk song", „Waltz for me" und „Blue
minor", bei dem Gottschalk auch auf der Trompete zeigt, dass
Sanftmut nicht mit Schwäche gleichzusetzen ist.
Tobias Böcker/Jazzpodium
Was sie veröffentlichen, klang schon beim ersten Auftritt
gereift wie lange gelagerter Whiskey und berauschte wie frische
Septemberluft. Drei Jahre nach ihrem CD-Debüt haben Norbert
Gottschalk und Frank Haunschild nun ihr Klangspektrum vorsichtig
erweitert und die Akzente etwas verschoben. Norbert Gottschalk
spielt nun manchmal auch auf Gitarre und Trompete mit und pfeift
jazzige Melodien mit Schwindel erregender Intonationssicherheit;
statt Klassikern am laufenden Band gibt es nun mehr Eigenkompositionen.
Wie wenig sie es mittlerweile nötig haben, Knaller a la „Moondance"
oder „Spain" an den Anfang zu setzen, zeigt das samtig-jazzige
„Night Voyage": Elegant wird der Hörer sofort
hineingezogen in ein Album, das Ruhe, Harmonie und Offenheit ausstrahlt,
ohne in die unsägliche Smooth-Jazz-Ecke abzugleiten, und
das Pop-Elemente behutsam integriert, ohne dass damit ein Niveauverlust
verbunden wäre. Das liegt zum einen an einer stupenden Lockerheit
- jeder Ton sitzt, und zwar so mühelos, dass alles ein vornehmes
Understatement atmet. Zum anderen schafft die vorzügliche
Produktion dank einer behutsamen Annäherung der Sounds verschiedener
Gitarrentypen (Steelstring, Nylonstring, Archtop) aneinander ein
unaufdringlich schönes, einheitliches Klangbild, ohne dass
die charakteristischen Unterschiede synthetisch verwischt werden.
Zum dritten sind Songauswahl und -bearbeitung wieder vom Feinsten:
Ein munterer Swing mit „I Wish You Love", ein einfühlsames
„You Don't Know What Love Is". eine lässige „One
Note Samba" (zeitweise nur von Perkussion auf Frank Haunschilds
Archtop begleitet), ein unverschämt gut inszeniertes „Another
Day" von James Taylor und das im Stil Pat Metheny huldi-gende
Instrumental „Holiday Rain" (eine Eigenkomposition)
bilden die Höhepunkte eines leise groovenden Albums, dessen
Sog sich bei mehrmaligem Hören immer stärker entfaltet.
Michael Lohr, Akustik Gitarre
Scatman
John war eine typische Chart-Attrappe der 90er-Jahre. Angeblich
mit Jazzfeeling machte er handelsübliche Dancefloor-Dutzendware.
Das Jazzige daran sollte sein Scat-gesang sein. Scatten ist eine
flinkzüngige Vokalimprovisation auf Leersilben, mit der ein
Jazzsänger seine tonale Treffsicherheit und vor allem sein
Improvisationstalent unter Beweis stellen kann. Die Stimme als
Instrument: Eine Kunst, die man heute eher selten zu hören
bekommt – und ganz sicher nicht von Scatman John. Norbert
Gottschalk ist ein deutscher Sänger, der nicht nur im Scat-Gesang
glänzt. Das Album "Bridges" ist seine zweite Zusammenarbeit
mit dem Gitarristen Frank Haunschild. Beide sind Musiker mit akademisch
verbrieftem Qualitätsanspruch: Gottschalk lehrt am Maastrichter
Konservatorium, Haunschild an der Musikhochschule Köln. Die
Platte klingt aber nicht wie ein professorales Lehrstück:
Es geht unter die Haut, wie hier Standards und eigene Stücke
interpretiert werden. Das knappe Arrangement von Gesang und Gitarre
sorgt per se schon für Intimität zwischen Musikern und
Hörern. Vor allem aber ist es die Stimme Gottschalks, die
sich elegant in die Gehörgänge schmeichelt (und übrigens
exquisit aufgenommen ist).
Haunschild füllt die Pausen mit Swing und Verve auf akustischen
und elektrischen Gitarren, glänzt als solistischer Gegenpol
zur Stimme. Bei aller Improvisationsfreude an Instrument und Mikro
verfallen die beiden aber nicht einem musiktechnischen Feti-schismus.
Schließlich müssen sie nicht betonen, was sie alles
können - man hört es ohnehin. Die eigentliche Kunst
besteht darin, sich im Dienste des Zusammenspiels und der Songs
zurückzunehmen. Und da können die Studenten von Gottschalk
und Haunschild eben doch einiges lernen. Zum Beispiel, wie man
tausendmal gehörte Klassiker ohne Patina spielt, etwa "I
Wish You Love" oder "One Note Samba". Und wie man
neue eigene Songs in solch eine "Ahnengalerie" nahtlos
integriert. Fazit: Lieber zwei Musikdozenten als einen Chart-Klon
im CD-Spieler. Bewertung: Ausgezeichnet.
Matthias Kaufmann, Viva-TV

Pressezitate:
Better Days
Haunschild
/ Gottschalk - "Better Days"
Mit "Better Days" erscheint nun die bereits dritte gemeinsam
produzierte CD dieses Duos, bestehend aus dem Gitarristen Frank
Haunschild und dem Sänger und Gitarristen Norbert Gottschalk.
Jede Note der hier vorgestellten, verträumten Jazzballaden
ist bis aufs Feinste abgestimmt; man könnte behaupten, dass
selbst die nicht gespielten Töne zum Statement beitragen.
Und nicht zum ersten Mal haben sie wieder gezeigt, dass sie "mit
sparsamen Mitteln optimale Musik zaubern" können. Angestrengt
wirkende Musik sei genauso wenig ihr Ziel, wie einen Stil in Reinkultur
zu verfolgen und Straight-Ahead Jazz, Folk, Bossa Nova zu spielen:
"Sehr viel schwieriger wird es, wenn man versucht, diese
Grenzen ein bisschen aufzustossen, auch in den Köpfen der
Zuhörer." Gesagt, getan - und Haunschild begleitet somit
gekonnt Gottschalks weichen, virtuosen Gesang. Mal zu ausnahmsweise
swingenden Takten in "Dancing on the Ceiling", dann
wieder zu den eher langsamen Tönen von "Keep Me in Mind",
einem sehr harmonischen Duett. Dieses Album gibt ein Zeugnis dafür
ab, wie gut sich in acht Jahren instrumentale und vokale Klaenge
aufeinander abstimmen lassen. Egal ob der Gesang mal getragen
ruhig ist, wie in "Leaving" oder ein schnellerer, swingender
Sprechgesang, wie in "The Dry Cleaner from Des Moines",
Haunschild findet stets einfühlsam den passenden Takt...
Ulrike Kress, info@jazzdimensions.de, Juni 2003
Zwei Meister der leiseren Töne
Gitarrist Frank Haunschild und Sänger Norbert Gottschalk
haben sich bisher als Duo auf zwei CDs einen klangvollen Namen
gemacht. Und mit "Better Days" werden ihre Tage sicher
noch besser, denn die CD ist eine unverkrampfte Melange aus Jazz,
Folk, Pop und Latin mit ganz individuellen Interpretationen, sei
es Pat Methenys "Better Days Ahead", Silje Nergaards
"Be Still My Heart" oder "She's Leaving Home"
von den Beatles. Haunschild glänzt dabei als zurückhaltender
und pointiert zu Werke gehender Gitarrist, während Gottschalk
als Stimmakrobat die Grenzen zwischen Gesang und instrumentalem
Vokaleinsatz fliessen lässt.
Die Rheinpfalz, Mai 2003
Ein
poetisches Elf-Titel-Fest
Nach "Favorite Songs" und "Bridges" legt das
Duo von Sänger/Trompeter Norbert Gottschalk und Gitarrist
Frank Haunschild nun mit "Better Days" sein zweifellos
schönstes Album vor, ein durch und durch poetisches Elf-Titel-Fest.
Gottschalks Stimme schien mir nie so zart, so klar, so eindringlich,
Haunschilds Spiel vor allem auf den akustischen Instrumenten -
aber auch im elektrischen Solo, mit dem er gelegentlich das akustische
Fingerstyle-Spiel overdubbt - selten so überzeugend und unmittelbar
aufs Herz zielender Intensität, von nahezu unausweichlicher
"emotionaler Logik", harmonischer Fülle und wie
Gottschalks Gesang von grosser Ausdrucksbreite. Was kann man mehr
wollen an Bossa, Samba, Jazz und veredelten (!) Beatles, wenn
sich eine so exzellente, makellos miteinander und dem Hörer
kommunizierende 2-Mann-Bigband all dieser schönen Songs annimmt?
Eine im poetischen Sinne schönere Platte haben die beiden
jedenfalls noch nicht gemacht. Ich kann mir nicht vorstellen,
wie das noch zu toppen sein sollte. Genug geschwärmt - fuenf
Sterne.
Alexander
Schmitz, Jazzpodium, Mai 2003
Zarter Kuss aufs Ohr
"KISS" lautet das musikalische Credo von Frank Haunschild
und Norbert Gottschalk: "Keep It Small and Simple".
Diese Rezept der Reduktion auf das Wesentliche geht bei der dritten
Einspielung des 1995 gegründeten Jazz-Duos voll auf. Was
zum einen an den technischen Fähigkeiten der beiden um Bonn
beheimateten Hochschuldozenten liegt. Und zum anderen an der respektvoll
zurückhaltenden Art, mit der sie Fremdkompositionen kleine
Denkmäler
setzen. Stimme und Gitarre schicken intime Liebesadressen an die
Beatles, Coleman Hawkins oder Chet Baker. Wie unverschämt
virtuos sie dabei aus Gottschalks Mund und Haunschilds Saiten
dringen, merkt der Hörer mitunter gar nicht. So einfach,
so weich - ein zarter Kuss aufs Ohr.
Josef Engels, General-Anzeiger, Juli 2003
Ein
wunderbares Sommeralbum
Der Auftakt ist gleich ein Knaller. Aus Pat Methenys instrumentalem
"Better Days Ahead" machen der Gitarrist Frank Haunschild
und der Sänger und Trompeter Norbert Gottschalk ein so faszinierendes
Gitarren-Gesangs-Duo, als hätte dieses Stück nie ohne
Worte und Scat existiert. Auf ähnlichem Niveau geht die dritte
CD der zwei auch weiter. Stücken von Silje Nergaard, John
Scofield, Lennon/McCartney oder Horace Silver gibt dieses Duo
neue,
intime Gesichter. Mit sich bisweilen überlagernden akustischen
und elektrischen Gitarrenklängen, zu denen die softe Stimme
Gottschalks Übereinstimmungen, aber auch Kontraste sucht.
Das alles atmet elegante Leichtigkeit, hat in den Details aber
trotzdem Tiefe. Ein wunderbares Sommeralbum, das aber zu jeder
Jahreszeit dem persönlichen Befinden nur gut tun kann.
Christoph Giese, Jazz Thing, August 2003
Neues
von einem ungewöhnlichem Duo
Es gibt sie, die Liebe auf den zweiten Blick. Auch im Jazz. CDs,
mit denen man nicht auf Anhieb warm wird, die einem aber dann
doch ans Herz wachsen. "Better Days" von Frank Haunschild
und Norbert Gottschalk ist solch eine CD. Der eine ein brillanter
Gitarrist, der andere ein erstklassiger Scat-Sänger - zusammen
ein Duo, das schon mit dem Album "Bridges" Aufsehen
erregte und nun mit "Better Days" nachlegt. Es sind
meist Jazz-Standards, die das Duo auf hohem Niveau aufarbeitet.
Das ist nicht immer leichte Kost, aber durchweg gut gewürzt.
Wie gesagt: Liebe auf den zweiten Blick. Aber die hält ja
angeblich auch viel länger.
Uwe Nesemann, Lübecker Nachrichten, Juni 2003
Auf
höchstem musikalischen Niveau
Norbert Gottschalk und Frank Haunschild gehören zu den profiliertesten
Musikern der deutschen Jazzszene. Ihr flexibles Gitarre/Vokal-Konzept
haben sie bei unzähligen Konzerten erfolgreich präsentiert
und auf den CDs "Favorite Songs" und "Bridges"
verfeinert. Die neue Einspielung "Better Days" kommt
in transparentem akustischem Klanggewand und bietet ein umfassendes
Repertoire an Songs und Jazz-Standards. Wieder beeindrucken die
kreativen Bearbeitungen ebenso wie die virtuose und beseelte Interpretation.
Die beiden Musiker verstehen es wunderbar, Jazz, Pop, Folk und
Latin zu einem individuellen und musikalischen Gemenge zu kombinieren,
das nicht nur auf höchstem musikalischen Niveau zelebriert
wird, sondern vor allem eine starke emotionale Qualität besitzt.
Das Heft, Paderborn, Mai 2003

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