Frank Haunschild

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Presse 1- Konzertkritiken
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Konzertkritiken von "the duo"
(Frank Haunschild und Norbert Gottschalk)
gibt es auch auf www.theduo.de



 

Mit Sechs Saiten eröffnete er eine ganz eigene Musikwelt - Solokonzert in Warendorf 10.12.2009

Frank Haunschild bot am Donnerstagabend ein wirklich beachtenswertes Konzert bei Jazz live im Dachtheater. Damit wurde den begeisterten Zuhörern ein musikalisches Vorweihnachtsgeschenk gemacht, dessen Qualität mit dem Unterhaltungswert wetteiferte.

Nur wenige Gitarristen wagen es, einen ganzen Abend solo zu gestalten. Zu groß sind die Herausforderungen eines facettenreichen und interessanten Programms. Für Frank Haunschild ist seit Jahren international einer der gefragtesten Jazz-Gitarristen ist und neben seiner Professur an der renommierten Kölner Musikhochschule auch auf allen großen Festivalbühnen zu Hause ist.

So war dies wohl eine seiner „leichtesten“ Übungen, amüsant und unheimlich sympathisch gab er zu jedem Stück kurze Einführungen. Aber das Wichtigste war an diesem Abend ja die Musik und davon hatte Frank Haunschild eine ganze Menge aus seiner schier unerschöpflichen Schatztruhe ausgegraben. Ralph Towner, Larry Coryell, Philip Catherine, Volker Kriegel, John Abercrombie – sie alle gaben an diesem Abend etwas dazu.

„Alone together“, „All the Things“ – bei vielen Werken spürte man die Einflüsse seiner musikalischen Weggefährten. Aber Frank Haunschild hat diese in sein eigenes musikalisches Denken und Führen integriert, zeigte ein ganz charakteristisches Spiel. Seine Melodieführung und Klangschattierung faszinierten, gaben jedem seiner Lieder ein individuelles Gesicht. So direkt und innovativ erlebte man keinen verkopften Jazz, sondern die Musik umschmeichelte, war für die Zuhörer wie Labsal für die Seele.

Als versierter Musiker bediente sich Frank Haunschild auch traditioneller Kompositionsweisen. Da ging er wie Johann Sebastian Bach in seinen Präludien und Partiten ganz eigene Wege, unterlegte sein Spiel mit einem Orgelpunkt, über dem seine facettenreich und virtuos geführte Melodie ihre Schönheit entfalten konnte. Das war ganz hohe kompositorische Kunst, ging weit über den üblichen Standard hinaus. Welch reifes Meisterschaft Frank Haunschild besitzt, zeigte sich auch in der sensiblen Art, wie er bei George Gershwins „Summertime“ seine eigenen Gedanken in dieses bekannte Werk aus „Porgy and Bess“ einfließen ließ.

Sehr intim und gefühlsbetont spielte er mit warmem Klang seiner Ibanez-Gitarre, setzte seine spieltechnische Virtuosität ganz in den Dienst der musikalischen Inhalte. Die Inhalte seiner Eigenkompositionen entnahm er seinen eigenen Leben, vom mediterranen Licht beeinflusst verarbeitete er dabei große Gefühle und kleinste Begebenheiten. „Good afternoon“, „Amore“ und „Montescudaio“ zeigten eine ganz individuelle Spielweise. Der Wechsel zwischen den diversen Instrumenten je nach gewolltem Stimmungsgehalt der Lieder machte dieses Konzert unheimlich abwechslungsreich und interessant. Frank Haunschild spannte seine Melodiebögen gekonnt über einem differenzierten Begleitgeflecht, spielte dabei mit Innigkeit und Inspiration.

Solch ein Konzert wird man so schnell nicht vergessen, da entließ das begeisterte Publikum den Ausnahmegitarristen erst nach zwei Zugaben.
Axel Engels


Die Rheinpfalz, Akustikgitarre, Badische Zeitung-I,
Xanten
, Rheinische Post, Badische Zeitung-II, Westfälischer Anzeiger, Neuss-Grevenbroicher Zeitung
Stimme wie ein Instrument eingesetzt

Zeitlose Spontaneität in kreativer Vollendung. Ob intensive Zwiegespräche mit der eleganten Gitarre oder fesselnde Vokalexkursionen: Das Duo Norbert Gottschalk & Frank Haunschild verabschiedete sich im Cotton Club zunehmend von gängigen Phrasen und Licks der Bebop-Ära. Die Suche nach dem Song im Song - der perfekten Melodie im Solo - scheint das Ziel zu sein. Sie kultivieren die Kunst des Duos. Das ist nicht bloß eine Sache der Zweiheit. Es ist ein Geflecht aus tausend Fäden, von denen der Hörer nur wenige verfolgen kann. Und es ist eine Art Gegenbewegung: fort von der elektronisierten Lautstärke zu einer intimen, aufs äußerste personalisierten Aussage.

Norbert Gottschalk weiß seine Stimme wie ein Instrument einzusetzen. Schier ein ganzes Orchester bringt seine Kehle hervor: Schlagzeug und Saxophon, Trompete und Bass. Aber all das kommt aus dem Mund eines einzigen Mannes, vom tiefsten Bass bis zum höchsten Flageolett. Rhythmisch vital, und trotzdem von einer großen Sensibilität und Intimität. Gottschalk ist gleichzeitig auch ein ausgezeichneter Gitarrist und Trompeter. Besonders seine Soli auf dem Blechblasinstrument waren von einem ganz eigenen melodischen Zauber und überzeugten sowohl durch die melodisch-dynamische Spannkraft als auch durch den zarten Ton.

Frank Haunschild ist nicht nur ein Theoretiker, der mit seiner dreibändigen Schule "Die Neue Harmonielehre" ein Standardwerk der modernen Musikpädagogik geschaffen hat, er versteht sein Handwerk auch praktisch umzusetzen. So entwickelte er einen Individualstil von absoluter Geschmackssicherheit und einer dosiert - im Sinne einer völligen Deckung von Können und Wollen - eingesetzten Technik. Die strukturelle Klarheit schließt weder Feuer noch Beseeltheit noch Bluesatmosphäre aus. Da dominiert die Kunst der Reduktion: entschlackt von üppigem Beiwerk, gelingen Passagen purer Essenz.

(Die Rheinpfalz, 25. September 1999)


Wiesloch in Concert

Das diesjährige Wieslocher Festival würdigte die Kombination Gesang/Gitarre als Konzertschwerpunkt, mit dem Jazzduo Haunschild & Gottschalk zum Auftakt. Frank Haunschild, Dozent der Kölner Musikhochschule, setzte als sensibler , geschmackvoller und sensibler Begleiter des Sängers Norbert Gottschalk auf einer Archtop und einer Bariton-Gitarre gleich Maßstäbe und Glanzpunkte. Nicht aufdringlich virtuos, sondern mit entspanntem Respekt für die jeweilige Song-Idee hat das Tandem seine Grenzen noch nicht erreicht, obwohl ihre handwerklich feinen, gefühlvollen und zeitlos schönen Interpretationen schon jetzt mitreißen.

(Akustikgitarre, November 1999)



Ausgebuffte Profis neben den Stars von morgen

"The Art of a Duo" aus Köln - das sind Norbert Gottschalk (Gesang) und Frank Haunschild (Gitarre) - verbreiteten mit Vokalakrobatik Jazzlaune der feinen Sorte. Gottschalk perlen bei vollem Körpereinsatz die Silben wie Wasser über die Lippen, Haunschild bearbeitet verliebt seine Gitarre. Jazz von diesem Duo ist Musikkommunikation pur.

(Badische Zeitung, 15.12.1999)


Duo zog alle Register seines Könnens

Das Publikum war restlos begeistert

Die "Kunst des Duos" in höchster Vollendung wurde jetzt in Xanten zelebriert. Elfie Kluth war es gelungen, den Sängerkollegen Norbert Gottschalk einzufliegen, und der kam in seiner aktuellen Kleinkunstformation mit dem Gitarristen Frank Haunschild. Beide sind seit nahezu drei Jahrzehnten in der Jazzszene aktiv, haben mit namhaften Musikern zusammengearbeitet und sind über ihre langjährige Tätigkeit an der Hochschule für Musik Köln hinaus gefragte Gastdozenten. Doch an diesem Abend stand die Praxis im Vordergrund, und da leistete das Duo im intimsten Rahmen (selten war es in einer Kneipe so ruhig!) einfach Sensationelles.

Das Duo Gottschalk-Haunschild zieht alle musikalischen Register, und vergisst dabei bei weitem nicht den guten Geschmack. Gottschalks atemberaubende Scat-Improvisationen sind unüberhörbar instrumental inspiriert. Kein Wunder, stellte er seine Fertigkeiten auf Trompete und Gitarre gleich mit unter Beweis. Seine sonorigen Stimmbänder müssen da auch schon mal für vertrackte Riffs und Walking-Bass-Linien herhalten, während Kollege Haunschild die spritzigen Single Notes aus seinen drei Vorzeige-Instrumenten zaubert (klanglich besonders delikat die eigens entwickelte Bariton-Gitarre). Sie sind zu zweit und klingen teils wie eine ganze Band. Sie scheuen weder "Hals über Kopf"-Tempo noch melancholische Beschaulichkeit. Ihre unüberhörbare und -sehbare Spiellaune und Spontaneität stecken an und reißen mit. Mit zwei ultraschnellen Zugaben verabschiedeten sie sich von einem restlos begeisterten Publikum.

(Xanten, 21.12.1999)



Alles stimmte

Sänger/Trompeter Norbert Gottschalk und Gitarrist Frank Haunschild sind "The Art of a Duo". Die beiden Musiker spielten bei KneipenArt viele Improvisationen und harmonisch-melodischen Jazz - das Publikum war begeistert. Seit etwa fünf Jahren arbeiten die beiden zusammen. Magie, ja, so klingt es, wenn Frank Haunschild seine Gitarre in die Hand nimmt und losspielt. Da stimmt alles: Tempo, Melodie, Rhythmus, Melodie. Die Musik fließt aus der Gitarre heraus und inspiriert Norbert Gottschalk mit Trompete oder Gesang einzustimmen.

(Rheinische Post, 22.12.1999)



Softe Schmankerl

Wegen der für ein Duo reduzierten Mittel kann der Abend im Jazztone mit Fug und Recht als kammermusikalisches Schmankerl bezeichnet werden. Angenehm leicht und doch emotional kamen Haunschild - Gottschalk daher, ohne je in die Gefahr zu geraten, in schnulzigen Schmuse-Einschlaf-Jazz zu verfallen. Der Club am Haagensteg war zwar nicht voll besetzt mit Zuhörern, aber es waren einige Gitarristen darunter, die den hervorragenden Frank Haunschild, dessen Lehrbücher ja bereits zu den Standardwerken der modernen Musikpädagogik gehören, hören und sein Spiel studieren wollten. Sie wurden nicht nur mit relaxtem Fingerpicking, herrlichen Walking-Linien und schlichtweg großartigen Gitarrensounds belohnt, sondern auch durch die Gelegenheit für Fachgespräche mit dem "Meister" persönlich, der sich in der Pause viel Zeit für den verbalen Austausch mit den Kollegen nahm. Manch einer durfte sogar eine von Haunschilds akustischen Gitarren nehmen und vorsichtig ein paar Akkorde darauf spielen.

Für viele Nicht-Gitarristen im Jazztone war dagegen das Hören einer elektrischen Bariton-Gitarre eine unverholfte Premiere. Eine Terz tiefer klingend ging die schon fast in den Bassbereich herein und entfaltete ihren ganz besonderen Reiz, als sie unter Haunschilds Fingern die brave "My funny Valentine" in eine fetzige "My funky Valentine" verwandelte. Wie den Gitarristen zeichneten auch den Vokalisten Norbert Gottschalk einfühlsame Interpretationen, Swing und Virtuosität aus. Sauber intonierend - hauptsächlich in der höheren Lage - reizte er punktuell sein Stimmregister bis zur unteren Grenze aus. Gutturale Scat-lmprovisationen im besten McFerrin-Stil bewiesen immer wieder seinen Ideenreichtum. Und Norbert Gottschalk bläst zudem eine dichte, gedämpfte Trompete, wie er in Miles Davis' Blues "Down" hören ließ. Die Interpretation von Rodrigos "Concierto de Aranjuez" zeigte einmal wieder, dass ein solcher Ohrwurm lange noch nicht ausgereizt ist, aber nur, wenn sich Könner an eine neue Fassung machen. Die von der Kritik durchweg gelobte erste gemeinsame CD "Art of a Duo" ging denn im Jazztone auch weg wie die sprichwörtlichen warme Semmeln.

(Badische Zeitung, 22. Mai 2000)



Publikum war hoch konzentriert

Was Frank Haunschild mit seinen diversen Gitarren an Soundfülle erzeugte und wie er immer wieder Rhythmen, Bassläufe, Melodielinien und Akkorde miteinander verband, war für sich allein genommen schon beeindruckend. Die Verbindung mit dem Gesang Norbert Gottschalks aber, das mühelose aufeinander Eingehen und das an eine Jonglage erinnernde Hin- und Herreichen der Melodien machten die besondere Qualität, die Kunst des Duos aus. Das Publikum verfolgte weite Teile des Konzerts hoch konzentriert und mit beinahe atemloser Stille. Erst am Ende der einzelnen Stücke bedankten sich die Zuschauer mit lautstarkem Applaus. Eine Begeisterung, die am Ende des Konzerts in der mehrfachen nachdrücklichen Forderung nach einer Zugabe gipfelte.

(Westfälischer Anzeiger, Oktober 2000)



Songs voller Vitalität

Jazz mit Norbert Gottschalk und Frank Haunschild

Improvisationsgeschick und die Lust an der Kreativität waren es, die dem Konzert die besondere Note verliehen. Mit Frank Haunschild und Norbert Gottschalk standen nicht einfach nur zwei Musiker auf der Bühne, die in solider Manier "ihren Stiefel herunterspielten". Vielmehr traten sie mir einer entschlossenen Leidenschaft auf, die zeigte, dass hier zwei Menschen durch und für die Musik leben. So gewannen die einzelnen Lieder eine außergewöhnliche Lebendigkeit, die sich auf das Publikum übertrug und es im Innersten rührte. Der Zuhörer begriff schnell, warum der Jazz mit all seinen Stilrichtungen immer noch die Welt in Atem hält und sie mir seiner Visions- und Leuchtkraft bezaubert. Sein Charakter und sein Verständnis von Freiheit übertragen sich beim Zuhören und befreien den Zuhörer im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Geschenk verliert sich nicht im Moment des Zuhörens, sondern verweilt wie ein dauerndes Erlebnis. Die Seele der Jazzmusik sollte so für einen Abend wieder lebendig und durch die beiden Musiker auf beeindruckende Weise in Szene gesetzt werden.

(Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 26.03.2001)

 

 


 

 

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